Tough Mudder Schottland 2018

finishline_f01_ar_00350-5bffa7ae7fbbca290d074cec60aaee2f

Nur eine Woche nach dem Iron Viking und 2 Wochen nach dem Tough Mudder in NRW ging es auch schon wieder ins Ausland. Und zwar um genauer zu sein nach Schottland zum Tough Mudder. Letztes Jahr noch mit einem wunderbaren Urlaub verbunden, ging es dieses Mal nur für das Wochenende hin. Dieses Mal stand auch das erste Camping im Ausland an.
Voller Leichtsinn packte ich nur kurze Sachen ein, denn in den letzten Wochen war das Wetter bei uns ziemlich gut gewesen und im Mai war es auch bereits sehr warm in England gewesen. Tja, doof gelaufen, denn das meiste Wochenende hatten wir Regen gehabt und es war deutlich kühler als beim letzten UK-Besuch. Und außerdem hatten wir mal wieder das Vergnügen mit den Mücken – vielen Mücken.

Doch erst einmal von Anfang an. Da es von Hamburg leider keine (günstigen) Direktflüge gab, hieß es von Hamburg in den Flieger nach Köln um von dort weiter nach Edinburgh zu fliegen. Der Vorteil war, ab Köln waren wir dann vollständig und konnten von dort aus direkt unsere Reise antreten weiter zum Gelände.
Dieses Mal war wieder ich der Fahrer. Auf dem Weg zum Gelände wollten Fabi und ich eigentlich mal eben schnell an einem Supermarkt halten, um unsere Wochenendverpflegung zu kaufen. Leider gestaltete sich dies etwas schwieriger, da sich anscheinend der Straßenverlauf geändert hatte und das Navi nicht auf dem aktuellsten Stand war. Ich weiß nicht, wie oft wir uns verfuhren, bis wir endlich einen Supermarkt erreicht hatten und auch endlich am Gelände waren. Der Rest der Sippe tauchte noch deutlich nach uns auf. Wir hatten wenigstens noch unser Zelt im trockenen aufgebaut (es fing nämlich schon immer mal wieder leicht an zu nieseln). Doch der größere Störfaktor waren diese nervigen Mücken. Am Abend konnten wir diesen noch entfliehen, denn wir fuhren in eine Bar, um dort Fussball zu schauen. Die Weltmeisterschaft hatte schließlich angefangen.

promo-4-68904d1f19fe5d108902c9b02aa0ea65

Am nächsten Morgen stand dann für mich wieder einmal der Tougher Mudder an. Die Motivation hielt sich in Grenzen. Es regnete und die Temperaturen waren auch nicht gerade auf ihrem Höhepunkt. Und wie bereits erwähnt, hatte ich nur für warme Temperaturen gepackt. Kurze Hose und T-Shirt war freilich nicht die beste Wahl für dieses Wochenende gewesen… Ich beneidete Sven und Max auf jeden Fall mit ihrem Windbreaker. Na ja, Augen zu und durch!

Am Start stehend kam dann die Motivation langsam wieder und mit dem Startschuss war das Wetter (fast) vergessen. Die Tougher Welle war relativ groß, so lief ich also erst einmal mit einem Pulk mit. Natürlich hielt ich Ausschau nach der einen oder anderen Frau.

35286518_1781455755226567_1444311482039795712_n

Auch in Schottland griff wieder das Rundensystem. Zu erst hieß es also die blaue Half-Runde und dann die orangene Runde für den Full zu laufen.
Es ging los mit den einfachen Hindernissen Skidmarked, Bale Bonds und Lumber Jacked. Noch war das Feld dicht zusammen, das war hilfreich für das darauf folgende Block Ness Monster. Hier traf ich dann wieder auf Sven, der mir kurz half. Jedoch war ich etwas verwundert, denn eigentlich wollte er mit Max Tempo machen. Max sei wohl kurz im Gebüsch verschwunden. Kurze Zeit später zogen auch schon wieder beide an mir vorbei, da sie eindeutig besser Steigung laufen konnten als ich. Nun ging es immer mal wieder bergauf. Hier gab es zwei Damen, die mich immer wieder überholten. Dann kamen aber Mud Mile, Sewered Rat und Kiss of Mud. An diesen Hindernissen hatte ich mittlerweile eine gute Technik. Durch die Mud Mile marschierte ich so durch, während ein Mädel trotz männlicher Hilfe hier Probleme hatte. Gut, vielleicht stört es mich auch nicht so beim reinspringen, dreckig zu werden 😉 Bei der Kiss of Mud konnte ich mit meiner Rolltechnik dann noch eine Frau abhängen. Danach ging es dann erst einmal steil bergab auf teilweise sehr steinigem Untergrund. Augen zu und das Beste hoffen! Zwischendurch stellten sich mir noch die Berlin Walls in den Weg, aber ich kam heil unten an.

mudmile_f02_ar_00153-7277a657592c010ef6a1c68aae1dc7a4

Nach dem Everest ging es in Runde zwei. Diese begann wie in den letzten englischen Events auch mit der Elektroshock Therapy. Da dieser auch noch wieder direkt am Village stand, wollte ich eigentlich nicht kneifen. Na ja, ich wurde trotzdem zur Lachnummer 😀
Da ich inzwischen tierisch Angst vor der Elektroshock habe, schummelte ich mich am Rand vorbei, wo kaum Drähte waren und durch den Wind und die anderen Läufer, kamen diese bedrohlich nahe – der Volunteer musste die Drähte sogar noch zur Seite machen. Überhaupt nicht peinlich ^^
Als das Hindernis Liberator anstand, war ich etwas überrascht. Auf einmal tauchte Max hinter mir auf. Er hatte ziemliche Magenprobleme, weswegen er immer mal wieder die Strecke verlassen musste. Sven war dann ohne ihn davon gezogen. Den Rest der Strecke bewältigten wir dann gemeinsam. Da es leider noch immer am regnen war, waren auch der Funky Monkey und der Kong Infinity nass. Somit hieß es für mich hier leider jeweils die Penalty laufen.
Nach circa (wieder einmal) 2:18 kamen wir ins Ziel. Dieses Mal hatte der Tougher aber auch gute 18km und vom Tempo her gesehen, war es dieses Mal mein schnellster Tougher.
Insgesamt war ich 48. von 140 Läufern und 5. Frau von irgendetwas über 10. Das war vollkommen in Ordnung für die Verhältnisse (vorallem wenn man bedenkt, dass ich davor die Woche erst den Iron Viking gelaufen bin).

finishline_606_jk_00160-df6901281ca32f492ac1b2ad003e890c

Danach wollte ich noch eine zweite Lap machen. Leider wurde mir durch den Regen und vor allem das Warten in der Standby verdammt kalt. Somit kühlte die Muskulatur zu stark aus und an vernünftiges Laufen war vom Start weg nicht mehr zu denken. So wurde mir leider also auch nicht mehr wirklich warm. Der weiter anhaltende Regen erledigte den Rest. Durch das hier vorhandene Loop-System entschied ich mich, nach dem Half auszusteigen. Als ich gerade den Everest hinter mich gebracht hatte, tauchte auch der Rest meines Teams auf, welcher nachdem wir den Tougher gestartet waren auf eine ganz normale Full Runde gegangen sind. Sie waren gerade am Kong Infinity durch und wir konnten so gemeinsam den Pyramid Scheme in Angriff nehmen. Lediglich im Ziel holte ich mir mein Half-Stirnband und mein Half-Shirt ab.

finishline_602_mh_00379-10db13e01ac29466b1d641eac657275d

Danach ging es zurück zum Campingplatz und direkt unter die heißen Duschen. Zum Glück waren wir rechtzeitig. Nur ein paar Minuten später und wir hätten auf warmes Wasser warten müssen, denn die Anlage war ausgefallen, nachdem wir fertig waren.
Abends ging es dann wieder in den Pub zum Fussball schauen (und um ein gutes Guiness zu trinken).

Der Sonntag begann trockener. Leider kamen aber auch wieder vermehrt die Mücken hervor. Man wusste nicht was schlimmer war – der Regen oder die Mücken?
Mit der ersten Startwelle machten wir uns auf den Weg. Dieses Mal hatten wir sogar unseren eigenen personal Fotografen dabei. Der Sören – ein Freund von Fabi, Christoph und Jean war mit nach Schottland gereist (hatte mit Christoph und Jean Urlaub bereits dei paar Tage vorher gemacht), lief selbst aber nicht mit.

blockness_606_jk_00474-02c98c47b0c209785b010c9822e67b40

Da wir an unseren Rückflug denken mussten, durften wir das ganze nicht zu langsam angehen, dennoch war wieder Sunday Funday Run angesagt.
Zum Beispiel nutzten wir die Wartezeit am Kong. Bis alle am Kong Infinity endlich alle dran waren und durch waren und uns nicht kalt wurde, spielten wir etwas am Kong herum. Zum Glück kamen gerade kaum First-Timer, so konnten wir einfach mal ein bisschen abhängen und hin- und her schwingen. Drei Mal schaffte ich es, hin und zurück zu schwingen. Ich fragte mich, wie oft ich es wohl ohne Pause schaffen würde? Mein Ziel war es auf jeden Fall, dies nochmal in Norddeutschland beim Tough Mudder auszutesten. Für uns hieß es nach dem alle den Kong Infinity hinter sich gebrachten hatten, das Ziel aufzusuchen.
DSC02722
Am Pyramid Scheme trafen wir das Team Short Shorts an, die gerade dabei waren, den „Assist 100 Mudders“ voll zu machen. Grund war, warum sie dies genau an diesem kalten, diesigen Tag machten, dass Lucy ihren 50. Lauf hatte und ihr goldes Stirnband im Ziel erhalten sollte.
Da das Team die 100 fast voll hatte, als wir dort ankamen, warteten wir kurz vor der Ziellinie auf Lucy. Als sie dann endlich eingelaufen kam, standen wir Spalier und bildeten eine Gasse für Lucy. Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie sehr sie sich gefreut hat. Auch die Tage danach kam postives Feedback. Dies sind halt die kleinen Dinge die Tough Mudder so besonders machen. Auch wenn wir im Tougher Mudder Gegner sind, so sind wir doch eine große gemeinsame Familie #mudderlegion

Somit waren für mich dann auch inzwischen Lauf Nummer 31 und 32 Geschichte.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s